Die kürzlich in den Status der “Proposed Recommendation” erhobene Version 2.0 der “Web Content Accessibility Guidelines” (WCAG¹ 2.0, also die Richtlinien für die Zugänglichkeit von Webprojekten für Menschen mit Beeinträchtigungen), nehmen wir zum Anlass, uns heute ein wenig näher mit dem Thema Webstandards zu beschäftigen.
Für den Betreiber von Webseiten bieten die Webstandards eine Menge Vorteile. Der deutlich schlankere Code macht nicht nur Pflege, Änderungen und Aktualisierungen einfacher und dadurch billiger. Er hilft auch, die Platzierung auf den Ergebnisseiten der Suchmaschinen zu verbessern – eine simple wie effektive Form von SEO.
Ausserdem helfen diese Standards dabei, ein für nahezu alle (Stichwort “Menschen mit Beeinträchtigungen”) Nutzer leicht bedienbares, schnelles Internet zu schaffen, das zudem vielen Benutzerprogrammen bzw. -geräten (Browser, Handy/PDA, Drucker, Screenreader usw.) zugänglich gemacht wird.
Trotzdem ist die Einhaltung der Standards weit weniger verbreitet, als man annehmen sollte. Als der Browser-Hersteller “Opera” vor kurzem mehr als 3,5 Millionen URLs auf die W3C-Konformität untersuchte, stellte sich heraus, dass lediglich 4,1% der untersuchten Webseiten absolut “sauber” waren.
Dies kann verschiedene Gründe haben. Einige Webdesigner glauben z.B. mit zusammengeschusterten Codes Zeit zu sparen; eine Milchmädchenrechnung, die spätestens dann nicht mehr aufgeht, wenn die Webseite – besonders eine etwas komplexere – hinsichtlich Struktur oder Erscheinungsbild geändert werden soll. Doch schon in der Planungsphase eines Projektes spart der Webdesigner Zeit und damit Geld, wenn er auf Grundlage der Webstandards arbeitet, denn die Verwendung von CSS ermöglicht die Trennung von Inhalt und Erscheinungsbild.
Ein weiteres Phänomen sind jene Entwickler, die Software nutzen, die keinen validen Code erzeugt. In der Opera-Studie schnitt übrigens der populäre “Dreamweaver” mit nur 3,4% standardkonformer Seiten erschreckend schlecht ab; die beste Software war Apples “iWeb” (81,9%). Eine nicht-validen Code erzeugende Software ist aber immer noch eher “verzeihlich” als Amateure unter den Online-Dienstleistern, die von Webstandards schlicht und ergreifend gar nichts wissen.
Bei KREOWSKY² werden alle Seiten stets nach den aktuellen W3C-Standards erstellt. So erschaffen wir ein Webdesign, das nicht nur unseren Kunden, sondern auch deren Nutzern zum Vorteil gereicht.
¹ Die WCAG ist nur einer der Webstandards, die von der W3C (World Wide Web Consortium) herausgegeben werden. Genauer gesagt werden diese empfohlen, da es sich bei der W3C nicht um eine offizielle Organisation handelt, die berechtigt wäre, Normen festzusetzen – was im www wohl ohnehin nur sehr schwer durchsetzbar wäre.
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